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Homelab

Eine eigene, bewusst an ein Unternehmensnetzwerk angelehnte Infrastruktur als persönliche Lernumgebung.

Illustration der Homelab-Infrastruktur

Bei mir zuhause läuft ein eigenes Homelab, dessen Kern ein Server mit Proxmox VE als Virtualisierungsplattform bildet. Auf dieser Grundlage betreibe ich mehrere voneinander getrennte virtuelle Maschinen und Container, die ich von der ersten Installation über die gesamte Konfiguration bis hin zur dauerhaften Wartung vollständig eigenständig aufsetze und im laufenden Betrieb pflege. Dadurch kann ich einzelne Dienste sauber voneinander isolieren und gleichzeitig sehr flexibel neue Systeme bereitstellen, ohne dass ich dafür jedes Mal zusätzliche Hardware anschaffen müsste.

Die gesamte Netzwerksicherheit übernimmt eine integrierte Firewall in Form von OPNsense, die als eigene Instanz innerhalb meiner Umgebung läuft und sowohl den gesamten Datenverkehr kontrolliert als auch zwischen den einzelnen Netzbereichen vermittelt. Damit das Netzwerk dabei klar strukturiert bleibt, setze ich einen verwalteten Zyxel-Switch ein, über den ich den Verkehr mithilfe mehrerer VLANs in deutlich voneinander getrennte Bereiche aufteile, sodass etwa die Verwaltung der Infrastruktur und der eigentliche Nutzerbereich konsequent voneinander abgeschottet sind. Auf diese Weise entsteht eine Umgebung, die in ihrem Aufbau bewusst an die Strukturen angelehnt ist, wie man sie auch in einem professionellen Unternehmensnetzwerk vorfindet.

Auf dieser Infrastruktur hoste ich anschliessend eine ganze Reihe von Diensten vollständig selbst, anstatt mich auf fremde Anbieter zu verlassen. Dazu gehört unter anderem eine eigene Mailinfrastruktur auf Basis von Mailcow, die vollständig über meine eigene Domain läuft, ergänzt um Syncthing für die automatische Datensicherung und Immich für die private Verwaltung meiner umfangreichen Fotosammlung. Mein Homelab ist für mich dabei weit mehr als blosse Spielerei, denn es dient mir als persönliche Lernumgebung, in der ich neue Technologien gefahrlos ausprobieren und im Detail nachvollziehen kann, wie die einzelnen Komponenten im Zusammenspiel tatsächlich funktionieren. Vieles von dem, was ich mir hier eigenständig erarbeite, fliesst später unmittelbar in meinen beruflichen Alltag ein, während ich umgekehrt meine Erfahrungen aus der Arbeit zuhause weiter vertiefen kann.

Als nächsten Schritt möchte ich mein Homelab gezielt um verschiedene Microsoft-Technologien erweitern und mich dabei unter anderem näher mit Microsoft Intune und Exchange auseinandersetzen, um auch diese Umgebungen praktisch aufzubauen und im Detail kennenzulernen. Auf diese Weise kann ich mein Wissen rund um moderne Geräteverwaltung und Kommunikationslösungen unmittelbar in einer geschützten Testumgebung vertiefen, bevor ich es im beruflichen Alltag anwende.